Mit
Pixel plus zu besserem Bild
Von
Philips kommt ein neues Verfahren, das das Fernsehbild da verbessert,
wo es immer noch unscharf blieb.
Was ist
Pixel Plus?
Scharfe
Details mit Pixel Plus
Die Pixel-Plus-Technik verdoppelt
die horizontale Auflösung und erhöht die vertikale
Auflösung um ein Drittel.
Dabei erfordert die Technik keine
Kompromisse, die hochaufgelösten Bilder werden erstmals
völlig flimmerfrei dargestellt.
Bild
1: Luminanzübergänge bei einem TV-Bild
Bild
2: Luminanzübergang bei konventionellem LTI
Selbst
bei den besten TV-Geräten ist eine feine Zeilenstruktur
sichtbar, besonders bei großen Bildschirmen.
Pixel Plus
beseitigt diese Zeilen und erzeugt ein unübertroffen scharfes
Bild mit hoher Tiefenschärfe,
„High-Definition“-Auflösung und
natürlichen Bewegungen.
Hierzu berechnet und interpoliert
Pixel Plus die Lumi-nanzwerte der empfangenen Pixel.
Die Software
interpoliert dann mehrere Bilder, um Bewegungen vorherzusagen und zu
glätten;
so wird auch das für Filme, die im TV
gezeigt werden, typische Zittern entfernt.
Pixel Plus
verbessert die Bildqualität von Videos, Spielen,
Filmen, DVDs und digitalen TV-Signalen.
Ein bei
Standard-TV-Geräten bisher nicht für möglich
gehaltener Detailreichtum ist das Ergebnis.
Die genauere Trennung
zwischen Vorder- und Hintergrund bewirkt einen fast dreidimensionalen
Bildeindruck.
Pixel Plus bietet
auch Vorteile für die Programmanbieter.
Viele globale Entwicklungen wie digitales Fernsehen und HDTV sind an
die Fernsehsender gebunden.
Neue Fernsehsendungen und die passende
Hardware müssen gleichzeitig verfügbar sein.
Pixel
Plus dagegen ist nicht softwareabhängig, es verbessert die
Bildqualität aller Quellen
(inklusive DVD-Software und
Video-Bänder).
Ein
Fernsehbild (Vollbild) besteht
aus zwei Halbbildern. Ein Halbbild enthält die ungeraden
Zeilen
(1. Halbbild A: 1; 3; 5 usw.), und das andere Halbbild umfasst
die geraden Zeilen (Halbbild B: 2; 4; 6 usw.).
Jede Zeile besteht aus
einer Anzahl von (horizontalen) Pixeln.
Standard-PAL-TV-Bilder
enthalten im Breitbildformat zum Beispiel 625 Zeilen je Vollbild,
mit
1024 Pixeln je Zeile. Diese werden mit einer Frequenz von 50
Vollbildern/s dargestellt,
bei 50 Hz werden die Bilder mit 25
Vollbildern/s aktualisiert.
Pixel Plus
verbessert das Standard-TV-Bild auf zwei intelligente Arten:
Es vermehrt die Anzahl der gescannten Zeilen
und erhöht die
Anzahl der Pixel auf jeder Zeile.
Die Technik verdoppelt die
horizontale Auflösung von PAL-Bildern: 2048 Pixel statt 1024
auf einer gescannten Zeile.
Sie erhöht außerdem die
vertikale Auflösung um 33 %: 833 Zeilen statt 625.
Diese
verbesserte vertikale Auflösung eliminiert die Zeilenstruktur,
die bei Standard-TV-Geräten sichtbar ist.
Pixel Plus steht
für hohe Auflösung ohne Flimmern.
Bei den besten Produkten anderer Anbieter muss sich der Zuschauer
zwischen hoher Auflösung mit Flimmern
(50 Hz) oder flimmerfrei
(100 Hz) mit begrenzter Auflösung entscheiden.
Pixel Plus ist
eine Lösung ohne Kompromisse: Die Technik verbindet die von
den 100-Hz-Geräten
und Digital Natural Motion gewohnte
flimmerfreie Wiedergabe mit höchster Auflösung.
Das
Ergebnis
Jedes Detail in einem TV-Bild
entsteht durch Luminanzübergänge
z.B. von
Schwarz nach Weiß und von Dunkel nach Hell.
Unter idealen
Bedingungen würden diese Zusammenhänge eine vertikal
verlaufende Kurve ergeben.
Die Realität sieht jedoch anders
aus: Die heutige TV-Technik erzeugt einen schräg verlaufenden
Anstieg
der Kurve (s. Bild 1). Bei Pixel Plus
wird durch Pixel-Interpolation diese Anstiegszeit
verkürzt,
um die Luminanzübergänge
schärfer zu gestalten.
Dabei werden die Pixel im ersten
Schritt interpoliert, um ihre Anzahl horizontal zu verdoppeln
und
vertikal um ein Drittel zu erhöhen (Bild 2).
Anspruchsvolle
Algorithmen wie der neue, nichtlineare LTI-Algorithmus
(Luminance Transient Improvement) berechnet zusätzliche Pixel
bis ins Detail genau (s. Bild 3).
Er wird sowohl in der horizontalen
als auch vertikalen Richtung angewendet,
wodurch die
Bildschärfe und Bandbreite erhöht werden.
Bild
4: Digital Natural Motion und Pixel Plus bei 100-Hz-Geräten
Das
Format von Kinofilmen (8, 16
oder 35 mm) unterscheidet sich von dem normaler Fernsehkameras.
Daher
werden sie in einen speziellen (50-Hz-)Filmmodus umgewandelt.
Filmkameras nehmen 24 Vollbilder/s auf, die Darstellung dieser Bilder
bei den erforderlichen 50 Hz
erfordert zwei Schritte: Zunächst
wird ein Extrabild eingefügt (nicht sichtbar
für das menschliche Auge),
um auf 25 Bilder/s zu kommen. Dann
wird jedes Vollbild in zwei Halbbilder aufgeteilt
(A und B, gerade und
ungerade) für 50 Bilder/s.
Obwohl die Filme dann mit 50
Bildern/s gezeigt werden, ändert sich die Bewegung nur mit den
originalen 24 Bildern/s.
Bild 4 zeigt die
Effekte von Digital Natural Motion und Pixel Plus,
verglichen mit 100-Hz-Geräten,
jeweils im Fernsehkamera- und
im Filmmodus. Die diagonale Linie stellt den Bewegungsverlauf eines
Objektes dar.
Solange sich das Objekt entlang der
„Flugbahn“ bewegt, erscheint die Bewegung
flüssig.
Wenn es sich jedoch davon entfernt, ergibt sich ein
Zittern.
Im Kameramodus
(links) hat das B1-Bild eine andere Bewegungsposition
als das A1-Bild innen.
Im Filmmodus (rechts) dagegen besetzt es die
gleiche Position
(weil B1 und A1 vom selben optischen Film/Foto
abgeleitet wurden),
selbst wenn gerade eine Bewegung stattfindet. Dies
ist der Grund für die „ruckeligen“ Bilder
von Kinofilmen
bei der Fernsehübertragung. Bei 100 Hz wird
jedes Bild wiederholt (um das Flimmern zu beseitigen),
indem ein zweites Bild an der gleichen Bewegungsposition erzeugt wird.
Die Vorteile von
Digital Natural Motion werden am besten im Filmmodus
deutlich, bei 25 Bildwechseln/s.
Ohne Digital Natural Motion tendieren
die Augen dazu, nicht der natürlichen
„Flugbahn“ eines Objekts zu folgen,
sondern das
Zittern als störend wahrzunehmen.
Sie folgen dem Objekt, als
wenn es bei A1 und B1 feststehen würde und dann
plötzlich auf seine neue Position
bei A 2 springen
würde. Dieses „Film-Ruckeln“ wird sehr
deutlich bei Programmen,
die im Filmmodus aufgenommen wurden und mit
einem 50-Hz- TV-Gerät betrachtet werden,
da der Filmmodus bei
50 Hz nur 25 (eigentlich 24) Bildwechsel/s aufweist.
Neue
Geräte mit Pixel Plus
Pixel Plus wird bei den
Topgeräten der Philips Matchline-Serie eingeführt.
Die ersten drei Geräte (36PW9767, 32PW9767, 32PW9617) zeichnen
sich durch ein modernes
und kompaktes Design aus und sind mit
Real-Flat-Black-Line-Bildröhren,
Pixel Plus und Digital
Natural Motion ausgestattet.
Da die Effekte
von Pixel Plus am besten bei größeren
Geräten zum Tragen kommen,
kommen zuerst die 32"- und
36"-Breitbild-Versionen auf den Markt.
Diese Geräte sind auch
mit exzellentem Sound, Dolby Digital und FM-Surround-Boxen ausgestattet
(Bild 5).
Zusammengefasst
Pixel Plus ist die jüngste
zahlreicher TV-Innovationen von Philips.
Viele von ihnen wurden als
Referenz-Technologie von anderen TV-Geräteherstellern
übernommen.
Philips ist überzeugt, dass auch Pixel
Plus zu dem System wird, an dem sich künftige
TV-Geräte messen werden.