Tipps und Tricks

Alles, was den Klang Ihrer Stereoanlage ohne großem Kostenaufwand verbessern kann.


1) CD-Player

Um den uneingeschränkten Betrieb Ihres CD-Players zu gewährleisten, ist es wichtig, dass er exakt
gerade und auf einem festen, resonanzfreien Untergrund steht. Oft bringt es hörbare Verbesserungen,
wenn der CD-Player oder das CD-Laufwerk auf einer schweren Granit- oder Marmorplatte steht.
Der Steinmetz in Ihrer Gegend kann da mit sicherheit günstiger liefern, als der Hifi-Händler, der
exklusive Gerätebasen veräußert.
Die Optik des Lasers ist um eine fehlerfreie Abtastung der CD-Scheibe bemüht, daher sollte jegliche
Art von Staub- oder Nikotinbelag vermieden werden. Da der Laser in einer hochsensiblen Mechanik
arbeitet, ist unbedingt davon abzuraten, ihn mit Wattestäbchen oder Lappen zu reinigen. Hierfür gibt es
spezielle Reinigungs-CD`s, die mit einem kleinen und weichen, pinselähnlichen Bürstenaufsatz den
Laserkopf bei Abspielung der CD reinigt.
Zu Beginn der Cd-Ära 1983 wurde fälschlicherweise von einigen behauptet, dass CD-Scheiben im
Gegensatz zu Schallplatten unverwüstlich seien. Hierzu sei folgendes gesagt:
Greifen Sie CD´S nur am Rande oder in der Zentrieröffnung, um Fingerabdrücke zu vermeiden.
Wenn Sie CD-Scheiben reinigen, benutzen Sie hierfür bitte nur weiche, kratzfreie Putztücher,
die nicht kreisförmig angesetzt werden sollten. Um Fettrückstände zu beseitigen, empfiehlt sich
die Zugabe eines nicht zu scharfen Glasreinigers. CD`s sollten nicht auf der Unterseite irgendwo
herumliegen. Die Lagerung sollte in der dafür vorgesehenen CD-Hülle erfolgen. Für die
Zwischenlagerung gibt es zylinderförmige Ständer, die die CD im Zentrierloch greifen und die
Unterseite schonen.

2) Plattenspieler / Phono

Für die klangvolle Wiedergabe von Vinyl (Schallplatte) ist eine hervorragend auf einander
abgestimmte Mechanik verantwortlich, die jeglichen Resonanzen trotzt.
Der elektrische Teil beschränkt sich hier auf den Antrieb (Motor), der am besten ruckelfrei über
einen Flach- oder Ringriemen seine Drehmomente zum, möglichst gewichtigen Plattenteller
überträgt. Die andere Sektion der Elektrizität besteht in der Signalweiterführung vom Tonabnehmer
(MM=moving magnet/bewegender Magnet, MC=moving coil/bewegte Spule) durch den Tonarm
zum Anschlusspunkt der Audiokabel (Cinch mit separater Masseleitung oder symmetrisch via XLR).
Der Tonabnehmer hat hier den größten Einfluss auf die Klangqualität. Im bereits erwähnten MM-System
bewegt die Abtastnadel einen Magneten innerhalb einer festen Spule, die die dadurch entstehende
Induktion zu elektrischen Signalen konvertiert. Im klanglich vorteilhafteren MC-System bewegt die
Abtastnadel eine Spule um einen festen Magneten. Die Ausgangsspannung dieser Spule ist in der Regel
zwar nicht so hoch, wie die des MM-Systems, besitzt dafür aber ein breiteres Übertragungsspektrum,
um möglichst viele Informationen der Schallplattenrille zu präsentieren.
Um den hochwertigen Ausgangssignalen eines MC-Systems freien Lauf zu lassen, empfiehlt sich die
symmetrische Verkabelung bis zum Verstärker (vorausgesetzt, dieser hat entsprechende Eingänge).
Der Tonarm hat die Aufgabe,  spurwinkelfrei, mit Gegengewicht richtig ausbalanciert und mit
Antiscating die Fliehkraft kompensierend den Tonabnehmer über die Schallplatte zu führen.
Alle Einstellungen müssen exakt und sorgfältig, unter Berücksichtigung der Tonabnehmer-
beiliegenden Angaben erfolgen.
Das Laufwerk sollte mit einer geeigneten Wasserwaage genauestens ausgerichtet sein und auf
einem resonanzfreiem Untergrund, z.B. Marmor- oder Granitplatte, Platz finden.
Sofern die Lagerung des Tellers stabil genug ist, ist zur weiteren fixierjung und Stabilisierung
der Schallplatte ein Plattengewicht (Puk) zu verwenden.
Die Reinigung von Schallplatten sollte stets trocken und mit einer feinen, sauberen Karbonbürste
erfolgen. Diese Karbonbürste kann auch für die Staubentfernung an der Abtastnadel verwendet
werden (Vorsicht). Für die intensivere Reinigung der Abtastnadel hält der Fachhandel spezielle
Flüssigreiniger mit weichem Reinigungspinsel bereit.

3)Versorgungsspannung, Filter & Phase

Das Ausgangssignal eines Verstärkers ist, abgesehen vom eingehenden Musiksignal, nur so gut,
wie die Betriebs- oder Netzspannung, die ihm zugeführt wird.
Der Optimalfall wäre eine saubere Wechselspannung von 230 Volt (V) mit einer konstanten Netzfrequenz
von 50 Herz (Hz). Da unsere Elektrizitätswerke uns aber alles andere, als das verkaufen und in
Zukunft auch Datenmengen für das Internet über Steckdose befördern, wird es für Netzeingänge
in Audiogeräten immer schwieriger und aufwendiger, solche Nachteile zu unterbinden.
Immer gefragter sind heutzutage sogenannte Netzfilter, die mehr oder weniger erfolgreich
Störungen oder Unebenheiten vom Netz kompensieren.
Das Prinzip eines einfachen Netzfilters ist mit dem einer Frequenzweiche für den Mitteltöner
(Bandpass) zu vergleichen. Ein oder zwei Spulen in Reihe zum Netz verringern mit parallel zum Netz
geschalteten Kondensatoren, das Durchkommen von Hochfrequenten Störeinflüssen.
Störeinflüsse in Form von leisen Brummgeräuschen (Netzbrummen) können aber auch durch falsch
gepolte Netzstecker verursacht werden. Die Polarität ist dann wichtig, wenn z.B. eine Ader der
Netzspannung von der Hinterseite des Gerätes bis zum Netzschalter (in der Regel vorne) und wieder
zurück geführt wird. Führt dieser Leiter den Außenleiter (Phase) und nicht den Neutralleiter (Null),
kommt es, bedingt durch Induktionen zu einer erhöhten Streuspannung.
Da sich diese Streuspannung durch die eigentlich neutrale Gehäusemasse in die Verstärkersektion
bewegt, können Brummgeräusche im Lautsprecher entstehen.
Da eine erhöhte Spannung am Gehäuse messbar ist, empfiehlt sich der Polaritätstest mit Hilfe eines
digitalen Universalmessgerätes (Spannungsmesser): Stellen Sie das Messgerät auf einen geringen
Wert zur Messung von Wechselspannung (z.B. 20 V)ein; Verbinden Sie ein Messkabel mit der
Erdungsgabel Ihrer Steckdose und das andere mit dem Gehäuse Ihres Audiogerätes.
Führen Sie Messungen mit und ohne umgedrehten Netzstecker vor. In der Stellung des Netzsteckers,
an dem Ihr Messgerät die geringere Spannung wahrnimmt, steckt Ihr Audiogerät richtig.
Weitere Brummspannungen könnten durch geerdete Antennenanlagen hervorgerufen werden,
die mit Ihrem Tuner oder Sat-Receiver verbunden sind. Da diese Erdung unbedingt erforderlich ist,
sollte für das Antennekabel zum Tuner ein Mantelstromfilter eingesetzt werden.
Bei digitalen Sat-Receivern ist eine galvanische Trennung zur Anlage möglich,
indem man den optischen Digitalausgang (Toslink) via Lichtleiter mit dem optischen Digitaleingang
des D/A-Wandlers (soweit vorhanden) verbindet.
Für weitere Brummgeräusche sind schlechte, bzw. defekte Kabel oder Geräte verantwortlich.
Hierfür sollte unbedingt der Fachmann konsultiert werden.

4) Lautsprecherboxen

Über Lautsprecher gibt es ganze Bücher und Bände, die das komplexe System durchleuchten.
Um diesem Thema nur ein wenig beizutreten, will ich hier nur in wenigen Stichworten
meine Empfehlungen zum Ausdruck bringen.
Es gibt sowohl verschiedene Lautsprecher (Konus, Kalotte, Bändchen, Elektrostat usw.) als auch
verschiedene Lautsprecherboxen (Passiv, Aktiv, Teil-Aktiv).
Im Vorteil liegen, meiner Meinung nach, vollaktive Lautsprecherboxen, in denen für jeden einzelnen
Lautsprecher ein eigener Endverstärker arbeitet. Dieses, meist kostenintensivere System
verlangt ebenso nach einer gut abgestimmten und nicht phasenverschiebenden Aktivweiche.
Wenn diese Komponenten harmonisieren und die Signalquelle symmetrisch vom erlesenen
Vorverstärker in die Aktivstufen fließt, ist die Basis für dynamischen und reinen Klang geschaffen.
Hervorragende musikalische Eigenschaften können heute aber auch schon mit gut konzipierten
Passiv-Lautsprecherboxen realisiert werden, wenn die jeweiligen Frequenzweichen die Stromaufnahmen
der einzelnen Lautsprecher, sowie die Trennfrequenzen angemessen berücksichtigen.
Für die richtige Energie mit hohem Dämpfungsfaktor (Spannungsstabilität bei höherer Stromaufnahme
des Lautsprechers in bestimmten Frequenzabschnitten) ist die Endstufe (Endverstärker) verantwortlich.
Und wenn beides stimmt, kann trotzdem noch ein mäßiges Lautsprecherkabel den Klang schmälern.
Hier gilt nicht nur: je dicker, desto besser, sondern die Bauweise des Kabels und seines Materials
ist entscheidend. Ein höherer Querschnitt kann zwar größere Leistungen verlustfreier transportieren,
gleichzeitig aber das, möglichst gleich zu haltende Frequenzspektrum beeinträchtigen.
Hierfür gibt es, teilweise gigantisch teure, Lautsprecherkabel im Fachhandel, die mehr oder weniger
musikalische Innovationen hervorrufen.
Für die Frage “Wie teuer darf ein Lautsprecherkabel sein?” gibt es keine Antwort.
Ich empfehle, verschiedene Exemplare auszuleihen und selber an eigenen Geräten zu testen.
Manch eine Verbesserung ist sofort und manche nach ein paar Schallplatten oder CD`s zu hören.
Nicht immer klingt Kabel 1 generell besser als Kabel 2: Das eine Kabel kann im Bassbereich
voluminöser agieren, während das Andere den Hochtonbereich auffrischt.
Das sogenannte “Einbrennen” ist meiner Meinung nach unnötig und daher als subjektive
Maßnahme zu betrachten.